Der Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen eine der größten wirtschaftlichen Entscheidungen ihres Lebens. Entsprechend groß ist oft die Unsicherheit: Was genau passiert beim Notar? Welche Bedeutung hat der Termin? Und worauf sollte besonders geachtet werden?

Als Notar begleite ich diesen Prozess mit einem klaren Ziel: rechtliche Sicherheit schaffen und dafür sorgen, dass alle Beteiligten verstehen, was sie unterschreiben.

Mein Name ist Andreas-Oliver Meyer. Als Notar mit dem Amtssitz Celle begleite ich Immobilienkäufe mit dem Anspruch, Klarheit und rechtliche Sicherheit zu schaffen.


Warum der Notar gesetzlich vorgeschrieben ist

Ein Immobilienkaufvertrag ist nur wirksam, wenn er notariell beurkundet wird. Das ist keine bloße Formalie. Der Gesetzgeber will damit sicherstellen, dass beide Seiten geschützt sind – vor übereilten Entscheidungen, vor unklaren Regelungen und vor wirtschaftlichen Risiken.

Der Notar ist dabei neutral. Er vertritt nicht Käufer oder Verkäufer, sondern sorgt für eine ausgewogene und rechtlich tragfähige Gestaltung des Vertrages.


Welche Rolle der Notar konkret übernimmt

Viele stellen sich den Notartermin als reinen „Unterschriftstermin“ vor. Tatsächlich beginnt die notarielle Tätigkeit deutlich früher und endet deutlich später.

Typischerweise umfasst sie:

  • die Erstellung und Anpassung des Kaufvertrags
  • die rechtliche Erläuterung aller Regelungen
  • die Sicherung der Kaufpreiszahlung
  • die Abwicklung der notwendigen Grundbucheintragungen
  • die Begleitung bis zur endgültigen Eigentumsumschreibung

Ziel ist es, dass der Eigentumsübergang rechtlich sauber und wirtschaftlich abgesichert erfolgt.


Wie der Ablauf strukturiert ist

Auch wenn jeder Immobilienkauf individuell ist, folgt er regelmäßig einer klaren Struktur:

  1. Einigung über die wesentlichen Vertragsinhalte
  2. Erstellung und Prüfung des Vertragsentwurfs
  3. Notarielle Beurkundung
  4. Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsübertragung
  5. Kaufpreiszahlung nach Eintritt der vertraglichen Voraussetzungen
  6. Umschreibung des Eigentums im Grundbuch

Diese Struktur dient der Sicherheit. Jeder Schritt erfüllt eine bestimmte Funktion im Gesamtprozess.


Typische Fragen vor dem Notartermin

In der Praxis tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf:

  • Wann werde ich rechtlich Eigentümer?
  • Wann muss der Kaufpreis gezahlt werden?
  • Welche Risiken bestehen bis zur Umschreibung?
  • Kann der Vertrag noch geändert werden?
  • Wie hoch sind die Notarkosten?

Ein zentraler Bestandteil meiner Tätigkeit ist es, diese Fragen transparent und verständlich zu klären.


Warum ein klarer Überblick so wichtig ist

Ein Notartermin sollte kein Termin sein, bei dem Sie lediglich „unterschreiben“. Er ist der rechtliche Kern eines komplexen Vorgangs.

Wenn Sie wissen,

  • wie der Ablauf funktioniert,
  • welche Sicherungsmechanismen greifen,
  • welche rechtlichen Wirkungen eintreten,

gehen Sie mit deutlich mehr Ruhe und Entscheidungsreife in den Termin.

Auf den folgenden Seiten finden Sie vertiefende Informationen zu einzelnen Aspekten des Immobilienkaufs – Schritt für Schritt erläutert.